Jens Gerlach


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Neapel

eine Woche im Frühjahr 2026

Neapel 
Mit meinem Sohn bin ich für eine Woche nach Neapel geflogen. Wir haben uns ein Hotel kurz hinter Castellammare di Stabia ausgesucht. Von dort war es etwa gleichweit zu unseren Zielen an der Amalfi-Küste und rund um Neapel gewesen.
Neapel Zuerst sind wir natürlich nach Neapel gefahren, um uns die Stadt anzusehen. Nach einer Ehrenrunde durch die Stadt haben wir einen Parkplatz nahe am Hafen gefunden.Neapel Von dort sind wir einer im Internet empfohlenen Route durch die Stadt gefolgt, auf der wir wohl die wichtigsten Sehenswürdigkeiten gefunden haben. Es ging los an der Festung, weiter durch die Galleria Umberto I, über die Piazza del Plebiscito wieder vor zur Strandpromenade. An der sind wir bis zur P.za Vittoria und dann kreuz und quer durch die Gassen der Altstadt bis zur Via Toledo spaziert. Natürlich haben wir uns auch den Dom und die eine oder andere Kirche angesehen. 
Die Altstadt von Neapel ist furchtbar runtergekommen. Man darf nicht den Blick von der Ladenzeile abwenden und nach oben richten. Da bröckelt alles zusammen. Dafür strotzen die Kirchen nur so vor Prunk. Man merkt hier schon gewaltig den Unterschied zwischen Nord- und Süditalien.
Autofahren ist in Italien ja sowieso eine Herausforderung, hier im Süden eine Katastrophe. Die Italiener fahren wie die Henker. Geschwindigkeitsbegrenzungen werden als zwanglose Empfehlung betrachtet, rechts fahren kann man, muss man aber nicht und die Autos brauchen keine Blinker, dafür aber zwei Hupen. Wenn man sich hier als Tourist an die Regeln hält, muss man aufpassen nicht verprügelt zu werden.
Ich habe es jedenfalls geschafft, wieder heil auch Neapel rauszukommen und übrigens das Auto nach einer Woche wieder ohne Schramme zurückzugeben.
Vesuv  
Am zweiten Tag sind wir auf den Vesuv hochgestiegen. Man kann bis zu einem Parkplatz etwa 1,5 km vor dem Eingang hochfahren. Wir hatten die Tickets schon vorab mit Zeitfenster gekauft. Ich hatte die Tickets über Headout gekauft. Das würde ich allerdings nicht empfehlen, denn man bekommt nur Voucher, die vor Ort beimVesuv Veranstalter erst noch in echte Tickets umgetauscht werden müssen. Das ist umsändlich.
Je nach Kondition läuft man vom Eingang hoch auf den Kraterrand 30 bis 60 Minuten. Wir hatten Glück mit dem Wetter, es war sonnig und wir hatten eine gute Sicht. Man kann oben eine halbe Runde um den Krater laufen, ganz umrunden kann man ihn nicht. Wer Wasser o.ä. vergessen hat, muss sich keine Sorgen machen. Auf dem Kraterrand gibt es zwei Imbissbuden. Es ist alles sehr touristisch. Und man sollte unbedingt früh Herculaneumdas sein. Als wir so gegen 11 Uhr wieder abgestiegen sind, kamen uns Menschenmassen entgegen. Da wurden ganze Busladungen ausgekippt. Herculaneum
Da es erst Mittag war und wir noch viel Zeit hatten sind wir in Ercolano ins Herkulaneum gegangen, einer alten Stadt, die wie Pompei durch den Ausbruch des Vesuvs zerstört wurde.
Im Restaurant Pappamonte am Eingang zum Herkulaneum haben wir gut gegessen.


Über Nacht hatte sich das Wetter geändert. Der Vesuv hatte ein weißes Mützchen bekommen und es ist kalt und nass geworden. Wir haben trotzdem Pompei besucht. Auch hier hatte ich Tickets mit Zeitfenster gekauft, die wir wieder im Tourismusbüro gegen echte Tickets tauschen mussten. Wir haben dort auch Audioguides mitgenommen. Das kann ich empfehlen. Die Erklärungen für die einzelnen Punkte in Pompei sind sehr hilfreich und sind kurz gehalten.
Die ganze Ruinenstadt Pompei ist in Sektoren unterteilt und je nachdem wieviel Zeit man hier verbringen will, kann man verschiedene besuchen. Wir haben uns für die empfohlene Runde entschieden, für die wir gut zwei Stunden gebraucht haben und wobei man die schönsten und wichtigsten Teile von Pompei sieht. Und ehrlich – nach zwei Stunden ist man auch nicht mehr aufnahmefähig.Pompei
Wir haben dann noch etwas im Ristorante Corallo an einem der Eingänge gegessen. Das kann ich aber nicht empfehlen, die Pizza war nicht gut.Sorrent
Da wir immer noch viel Zeit hatten, sind wir noch bis nach Sorrent gefahren. Das ist ein recht lebhafter Touristenort in dem man gut bummeln kann. Die Stadt liegt hoch über dem Meer auf einem Felsen. Wer also hierher kommt, um Badeurlaub zu machen, ist am falschen Ort!
Pompei

Unser vierter Ausflug führte uns nun an die Amalfi-Küste. Von unserem Ort Castellammare sind wir quer über die Halbinsel nach San Pietro und weiter bis nach Positano gefahren. PositanoPositano scheint das touristische Zentrum der Amalfi-Küste zu sein. Der Ort wächst an den steilen Felshängen empor, wie man es von den Bildern kennt. Wir habenPositano bei der ersten Gelegenheit unser Auto in einer Garage geparkt, denn es gibt im Ort sonst keine Möglichkeiten zu parken. Da der Ort wie gesagt am Hang nach oben wächst, muss man nun auf der Straße immer nach unten laufen, bis man am kleinen Strand angekommen ist. Unterwegs geht´s vorbei an viele Läden, Restaurants und Cafés. Und natürlich muss man danach den ganzen Weg wieder nach oben laufen.
Aus etwas Entfernung sieht der Ort mit seinen bunten Häusern wirklich schön aus, wenn man dann durchläuft sollte man aber nicht genau hinschauen.
Um Positano zu verlassen mussten wir schließlich doch noch quer durch den Ort auf der einzigen befahrbaren Einbahnstraße durchfahren.
Amalfi Wir sind auf der Küstenstraße weiter bis nach Amalfi, dem Namensgeber der Küste gefahren. Amalfi kam mir etwas kleiner als Positano vor. Wir haben hier den Dom besucht, der wirklich sehr schön ist. Anschließend sind wir noch einmal durch die Gassen der Stadt gebummelt und haben Eis gegessen und Kaffee getrunken.
Zurück haben wir die Straße über Ravello wieder quer durch die Berge gewählt. Amalfi

Am nächsten Morgen war Salernodas Wetter nicht besonders, es hat geregnet. Also mussten wir Plan B rausholen, denn zum Wandern oder so war es zu ungemütlich. Wir sind also nach Salerno gefahren. Der Beschreibung im Internet nach sollte die Altstadt recht interessant sein. Nun ja, es ist nicht mit Neapel vergleichbar. Es gibt eine Einkaufsstraße, die sich weiter als schmale Gasse durch die Altstadt zieht. Aber Salerno ist bei weitem nicht so touristisch erschlossen wie Neapel. Hier hatten wir echt lange zu suchen, um mal ein Café zu finden. Wir haben auch hier den Dom besucht und da man dort nur mit einem Kombiticket reinkommt, haben wir uns auch die anderen zwei Kirchen und das Dommuseum angesehen. Viel mehr ist hier in der Stadt zu sehen.
Bevor wir zurückgefahren sind, haben wir noch der Burg, die hoch oben über der Stadt trohnt, einen Besuch abgestattet. Der Blick von hier oben über die Stadt und auf die Amalfi-Küste ist sehr schön.Salerno

Im Nieselregen sind wir am nächsten Morgen sehr zeitig zur einzigen Fähre von Castellammare nach Capri aufgebrochen. Zum Glück hat es dann aufgehört zu regnen, so dass wir auf der Insel Capri einigermaßen Wetter hatten. Es hätte ein bisschen mehr Sonne sein können, aber immerhin war es trocken.
Capri Wir haben auf der Insel eine schöne Runde über den Arco Naturale, Little Path and Beautiful View, Belvedere del Pizzolungo und Panoramic viewpoint gedreht. War ein schöner Weg, viel treppauf treppab und es war auch mal ein kleiner Wanderweg dabei. Unterwegs hat man ja immer wieder schöne Aussichten auf die Küste von Capri. Durch den kleinen Ort Capri sind wir natürlich auch spaziert und haben direkt an der Piazza eine Pizza gegessen. Die Restaurantpreise sind einfach unverschämt. Man muss also gut suchen, um ein einigermaßen angemessenes Preis-Leistungs-Verhältnis zu finden.
Den Giardini di Augusto haben wir auch besucht. Der Garten ist gar nicht das besondere, sondern eher der schöne Ausblick vom Punto panoramico di Capri.
Unten am Hafen haben wir zum Abschluss bei einem Glas Bier für je 12 EUR auf unsere Fähre gewartet, die uns über Sorrent wieder zurück nach Castellammare gebracht hat.
Wandern über der Amalfiküste
Unser letzter Tag war ran. Das war unser Wandertag. Das Wetter war auch wieder besser, wir hatten blauen Himmel und Sonnenschein. Eigentlich wollte ich auf den Monto Catello wandern. Aber nachdem ich die Tour in Komot eingegeben habe, zeigt mir die App zwei Warnungen: Im letzten Teil sehr schwierig bzw. gefährlich. Deshalb haben wir uns für abgespeckte Variante entschieden. Wir sind von Bomerano nur über den Monte Tre Calli bis zum Capo Muro und vor dort wieder zurück nach Bomerano gewandert. Es war eine schöne 10 km lange Rundwanderung mit vielen schönen Ausblicken auf die Amalfi-Küste. Allerdings ging es am Anfang sehr steil bergauf, teilweise auf Treppenstufen, und zwischendurch sehr steil bergab. Gute Wanderschuhe und Trittsicherheit sind Pflicht!
Die Tour war von Komot mit 4 Stunden veranschlagt, aber wir waren nach 3,5 Stunden zurück. In Bomerano direkt am Kirchplatz haben wir noch was gegessen, bevor wir uns auf den Heimweg gemacht haben.
Wir waren zeitig am Hotel zurück und die Sonne schien schön warm. Also haben pflichtgemäß einmal im Meer gebadet. Bei 14 Grad war das wirklich nur ein kurzes Anbaden, aber einmal ist Pflicht!

Das war´s dann wieder. Am Ostersonntag haben wir den Mietwagen wie gesagt ohne Schäden zurückgegeben und sind mit esayjet wieder nach Berlin geflogen. 

Wandern über der Amalfiküste
Und noch mehr Bilder von unseren Reisen gibt´s hier.